In seiner dieser Portraitarbeit geht es Göran Gnaudschun um den Blick, der "Gelenkstelle von Subjekt und Objekt der Betrachtung" (Nora Sdun). Es ist keine fest umrissene Personengruppe, die Gnaudschun abbildet, sondern Menschen, die ihn interessieren und von denen er überzeugt ist, dass sie mit ihrem Gesicht und ihrer Haltung bestimmte Vorstellungen von einem Bildnis transportieren können.
Göran Gnaudschun macht Bilder, bei denen sich die Abgebildeten zwischen Selbstdarstellung und Kontrollverlust bewegen. Ihn interessiert während des Portraitprozesses der Moment, an dem sich der Blick von außen nach innen zu richten scheint, wenn der Blick weder den Betrachter oder den Fotografen meint und wenn er sich aber noch nicht vollständig nach innen zurückgezogen hat. In diesem Spannungsfeld entstehen für ihn Momente, die eine besondere Art von Intensität in sich tragen, die somit auch seinen Bildern eigen ist. Momente, die in unterschiedlichen Abstufungen mehr über das Sich-Selbst-Bewusst-Werden als über die Selbstdarstellung erzählen. Gnaudschuns Bilder sind keine Typologie, sondern ein Innehalten; sie schaffen eine Atmosphäre der Stille, in der sich alles: die höchste Konzentration auf des Wesentliche, die formale, fast klassische Strenge der Haltungen, die "Entleerung der Szenerie", in der Hintergründe nicht verorten, sondern einbetten und die Rätselhaftigkeit des Gesichtsausdruckes miteinander verschränken.
Gnaudschun geht nicht um die Zuortbarkeit von Charakterzügen; ihn interessiert es nicht zu zeigen, "Wer" der Dargestellte ist, sondern nur, dass es ein bestimmtes Individuum ist. Das "Wer" soll, obwohl klar vorhanden, nicht einlösbar sein, weil ihn mehr die Transformation interessiert, die entsteht, wenn sich Bilder von dem dargestellten Individuum ablösen. Einzig das "Portraithafte" soll bei ihm erkennbar sein. Gnaudschun geht es um das Augenlicht und die Intensität, die sich im Bild daraus erzeugen lässt.
Göran Gnaudschun macht Bilder, bei denen sich die Abgebildeten zwischen Selbstdarstellung und Kontrollverlust bewegen. Ihn interessiert während des Portraitprozesses der Moment, an dem sich der Blick von außen nach innen zu richten scheint, wenn der Blick weder den Betrachter oder den Fotografen meint und wenn er sich aber noch nicht vollständig nach innen zurückgezogen hat. In diesem Spannungsfeld entstehen für ihn Momente, die eine besondere Art von Intensität in sich tragen, die somit auch seinen Bildern eigen ist. Momente, die in unterschiedlichen Abstufungen mehr über das Sich-Selbst-Bewusst-Werden als über die Selbstdarstellung erzählen. Gnaudschuns Bilder sind keine Typologie, sondern ein Innehalten; sie schaffen eine Atmosphäre der Stille, in der sich alles: die höchste Konzentration auf des Wesentliche, die formale, fast klassische Strenge der Haltungen, die "Entleerung der Szenerie", in der Hintergründe nicht verorten, sondern einbetten und die Rätselhaftigkeit des Gesichtsausdruckes miteinander verschränken.
Gnaudschun geht nicht um die Zuortbarkeit von Charakterzügen; ihn interessiert es nicht zu zeigen, "Wer" der Dargestellte ist, sondern nur, dass es ein bestimmtes Individuum ist. Das "Wer" soll, obwohl klar vorhanden, nicht einlösbar sein, weil ihn mehr die Transformation interessiert, die entsteht, wenn sich Bilder von dem dargestellten Individuum ablösen. Einzig das "Portraithafte" soll bei ihm erkennbar sein. Gnaudschun geht es um das Augenlicht und die Intensität, die sich im Bild daraus erzeugen lässt.