"An die Schwestern des Carl Möglin", Wismar 2005, C-Prints,
Diasec, 60 x 80 cm, Auflage 5 + 2 AP

Presse / Texte
Vita

Das Stadtgeschichtliche Museum in Wismar beherbergt heute die Möglinsche Sammlung. Der Titel der neusten Arbeit von Wiebke Loeper folgt der fiktiven Idee, den Schwestern des Carl Möglin aus dem heutigen Wismar zu berichten.

Carl Möglin, verließ 1854 arm und als jüngstes von vier Kindern Wismar. Frisch konfirmiert stach er als Schiffsjunge in See. 5 Jahre später landete er in Australien an, kaufte dort Land, fand Gold und wurde reich. Seine unverheirateten Schwestern folgten ihm aus Wismar nach Australien. Auch nach dem frühen Tod von Carl Möglin sandten die Schwestern zeitlebens Gemälde, die sie in Auftrag gaben, und exotische Objekte nach Wismar, um der Heimat von der neuen und fremden Welt zu berichten: von der chinesischen Vase bis zum ausgestopften Känguruh.

Wiebke Loeper erarbeitete sich während des letzten Jahres zu Fuß die Stadt Wismar, mit der sie sich von klein auf eng verbunden fühlt. Sie beschreibt fotografisch einen Transformationsprozess, der Wismar nach und nach auf sein mittelalterliches Zentrum zurückschrumpfen lassen wird.